Kunst und Kultur haben mich bis  heute begleitet.

Geboren 1946 und aufgewachsen im westfälischen Rheine prägten mich schon während meiner Jugend die Hobbys Theaterspielen und Malen. Leidenschaftlich gerne spielte ich Kaspertheater und malte mit Wasserfarben und Kohlestiften Landschaften, Häuser, Bäume und Tiere im Zoo.
Mein damaliger Berufswunsch, nach der Schulzeit Grafiker zu werden, ließ sich nicht verwirklichen, stattdessen absolvierte ich mit Erfolg eine Lehre als Schaufenstergestalter und Plakatmaler.  Auch wenn ich noch heute von dieser Ausbildung profitiere - ausgeübt habe ich diesen Beruf nie. Über verschiedene berufliche Stationen wurde die Stadt Bad  Bentheim über 23 Jahre lang mein Arbeitgeber  und der Kurort das endgültige Domizil für meine Familie und mich. Die Freilichtspiele Bad Bentheim boten mir die Möglichkeit, mich wieder dem Theaterspielen zu widmen. So agierte ich von 1978 bis 1993 ehrenamtlich in vielen Rollen auf der Naturbühne, entwarf und gestaltete Bühnenbilder und war einige Jahre Vorsitzender dieses Amateurtheatervereins.
Durch Kontakte zu  Kunstschaffenden in Bentheim und Gildehaus schloss ich mich der Künstlergemeinschaft  „Gildehauser Werkstatt“ an. Kunst und Kultur wurden durch die Übertragung von Leitungsaufgaben bei der Stadtverwaltung auch zu einem beruflichen „Betätigungsfeld“.  So war ich u.a. an der Einrichtung des „Otto-Pankok-Museums“  im ehemaligen Rathaus in Gildehaus und  des Kunsthandwerkerhauses Westerhoff beteiligt und Mitinitiator des Bad Bentheimer Kunstmarktes.
Für das eigene kreative Schaffen, sprich die Malerei, blieb kaum noch Zeit. Nicht zuletzt durch den Umstand, dass ich von 1991 bis 2012 als 1. Vorsitzender ehrenamtlich den Verband Deutscher Freilichtbühnen führte.
Durch einen längeren Kuraufenthalt und meine Pensionierung entdeckte ich die Malerei neu. Großformatige Acrylbilder, die in ihre abstrakte Darstellung neben der Farbe  „greifbare“ Materialien (Holz, Draht, Steine) einbezogen, „lösten“  kleinformatige Landschaften und Stillleben in Aquarell und Tusche ab und gaben viel Spielraum für die eigene Fantasie.

Neue Audrucks- und Gestaltungsformen
Immer auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen schaffe ich seit Februar 2013 wieder kleinformatige Werke. In Objektrahmen, die nur 25 x 25 cm groß sind und oft nur einen Bildausschnitt von 12 x 12 cm und eine Tiefe von 2,5 cm haben, füge Fotos und kleine Figuren ( überwiegend Tiere) zu dreidimensionalen Bildinszenierungen zusammen. Die Fotos finde ich in meinem umfangreichen Fotoarchiv, sie sind meistens bei meinen  Fahrradtouren z. B. entlang der Weser, zur Nordsee oder nach Berlin aufgenommen worden. Die Figuren sind „Hinterlassenschaften“ meiner beiden längst erwachsenen Kinder oder auch Fundstücke. Jedes dieser Werke erzählt eine eigene kleine Geschichte ohne Worte, nur manchmal unter Einbeziehung von „Sprechblasen“.
Reinhard Jansen